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Tumoren des HNO-Bereichs

Tumoren des Hals-, Nasen-, Ohren- (HNO)-Bereichs können in der Nase, der Mundhöhle, dem Rachen oder dem Kehlkopf entstehen. Häufigstes Symptom ist ein Knoten am Hals, gefolgt von nicht abheilenden Schleimhautläsionen, welche Schmerzen, eine Schluckstörung, eine Heiserkeit oder Blutungen verursachen können. Die wichtigsten Risikofaktoren sind Nikotin- und Alkoholkonsum sowie eine Infektion mit Hochrisiko-HPV (Humane Papillomaviren). Bei rechtzeitiger Diagnose und adäquater Behandlung lassen sich viele HNO-Tumore heute gut behandeln. Wir verfügen über grosse Erfahrung in der Abklärung, Behandlung (insbesondere der HNO-Tumorchirurgie) und Nachsorge von ORL-Tumoren, wobei alle gängigen Diagnose- und Therapiemodalitäten bei HalsGesichtsChirurgie Zürich und unseren Kollaborationspartnern verfügbar sind.

Diagnostik

Die Abklärung von HNO-Tumoren basiert auf einer ausführlichen klinischen und endoskopischen Untersuchung (Spiegelung), allenfalls kombiniert mit einer Biopsie in örtlicher Betäubung. Bei der Endoskopie können mit einem flexiblen Endoskop die Unterbezirke des Rachens sowie des Kehlkopfs gut und unbelastend in der Praxis untersucht werden. Die Endoskopie-Bilder können Ihnen anschliessend am Bildschirm demonstriert und erklärt werden. Beim Vorliegen eines auf einen Lymphknotenableger verdächtigen Knoten am Hals kann direkt während Ihrer Erstkonsultation eine Ultraschall-gesteuerte Feinnadelpunktion (FNP) zur Entnahme von Zellen erfolgen, was risikoarm ist und nur wenige Minuten dauert. Zum sogenannten Staging (Stadieneinteilung) werden sogenannte Schichtbildgebungen durchgeführt, also eine Computertomographie (CT), eine Magnetresonanztomographie (MR) oder eine sogenannte PET/CT. In Fällen, in welchen die Entnahme einer Gewebeprobe in örtlicher Betäubung nicht möglich ist oder eine sehr präzise Untersuchung der Tumorregion sowie der Umgebung notwendig wird, erfolgt zusätzlich eine Panendoskopie. Es handelt sich hierbei um eine Untersuchung in einer kurzen Narkose, im Rahmen derer die oberen Atem- und Speisewege präzise untersucht und Gewebeproben entnommen werden können.

Behandlung

HNO-Tumore können heutzutage bei rechtzeitiger Diagnose gut behandelt werden, wobei ein individueller, auf die Patientinnen und Patienten zugeschnittener Behandlungsplan, am sogenannten Tumorboard (einer interdisziplinären Fallbesprechung) festgelegt wird. Die Behandlungsmodalitäten bestehen aus einer Operation, einer Strahlentherapie (Radiotherapie) oder einer medikamentösen Tumortherapie, welche in vielen Fällen auch kombiniert werden. Eine Operation besteht in fast allen Fällen aus einer Tumorresektion und einer Entfernung der Lymphknoten im Abflussgebiets des Tumors, wobei je nach Grösse und Lokalisation des entstandenen Defekts auch eine Rekonstruktion zur Wiederherstellung von Form und Funktion erfolgt. In ausgewählten Fällen können anstelle der Lymphknotenausräumung (Neck dissection) auch die sogenannte Sentinel («Wächter»)-Lymphknotenbiopsie oder anstelle einer konventionellen chirurgischen Resektion des Primärtumors auch eine transorale roboterassistierte Resektion (TORS) mit dem Operationsroboter oder eine Resektion mit dem Laser erfolgen.

Nachsorge

An die Therapie schliesst sich eine engmaschige Nachsorge an. In dieser werden allfällige Symptome und Behandlungsfolgen erfasst, eine ausführliche Untersuchung inklusive Endoskopie und ggf. Ultraschall durchgeführt sowie, falls notwendig, Rehabilitationsmassnahmen (Logopädie, Physiotherapie etc.) eingeleitet. Meistens werden auch im Rahmen der Nachsorge Schichtbildgebungen (CT, MR oder PET/CT) durchgeführt.

Häufige Fragen

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