

Speicheldrüsen
Die Behandlung von Speicheldrüsenerkrankungen in der HalsGesichtsChirurgie Zürich fokussiert sich bei uns auf die Abklärung und Therapie von Speicheldrüsentumoren der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis), der Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis), der Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis) und der sogenannten akzessorischen Speicheldrüsen. Speicheldrüsentumoren sind in vielen Fällen gutartig, müssen aber häufig entweder aufgrund ihres Entartungsrisikos oder aber, weil nur am vollständig entfernten Tumor Krebszellen vollständig ausgeschlossen werden können, entfernt werden. Speicheldrüsenkrebs wird fast immer chirurgisch behandelt, teilweise mit einer Entfernung der regionären Lymphknoten (Neck dissection) und kombiniert mit einer Strahlentherapie. Bei einer (Teil-)Entfernung der Ohrspeicheldrüse spricht man von einer Parotidektomie, bei einer Entfernung der Unterkieferspeicheldrüse von einer Submandibulektomie. Die häufigste Manifestation eines bösartigen Tumors im Bereich der Speicheldrüsen sind Ableger von weissem Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom der Haut) im Bereich der Ohrspeicheldrüse, welche frühzeitig erkannt und adäquat behandelt werden müssen.
Diagnostik
Als häufigstes Symptom bei Speicheldrüsentumoren tritt ein Knoten oder eine Schwellung am Hals auf, meist vor dem Ohr, am Kieferwinkel oder unter dem Unterkiefer. Eine gleichzeitige Gesichtsnervenlähmung ist ein Warnzeichen, welches auf einen fortgeschrittenen Tumor hinweist und eine rasche Diagnostik nach sich ziehen sollte.
Diese Abklärungen basieren nebst einer klinischen Beurteilung in erster Linie auf der Ultraschalluntersuchung, kombiniert mit einer ultraschallgesteuerten Feinnadelpunkton (FNP), bei welcher mit einer feinen Nadel Zellen komplikations- und belastungsarm aus dem Tumor entnommen werden können. Eine solche FNP kann bei uns in der HalsGesichtsChirurgie Zürich jeweils direkt anlässlich der Erstkonsultation durchgeführt werden und dauert nur wenige Minuten. In Fällen von (Verdacht auf) Speicheldrüsenkrebs oder bei mit Ultraschall schlecht zu beurteilenden Tumoren sind zusätzlich weitere bildgebende Untersuchungen wie Magnetresonanztomographien (MR) oder PET/CT notwendig.
Behandlung
Die Behandlung von Speicheldrüsentumoren ist fast immer chirurgisch, allenfalls kombiniert mit einer Lymphknotenausräumung (Neck dissection) und einer postoperativen Strahlentherapie. Zur Anwendung in der Speicheldrüsenchirurgie kommen die Parotidektomie (Entfernung der Ohrspeicheldrüse), die Submandibulektomie (Entfernung der Unterkieferspeicheldrüse) oder die Entfernung der Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis) bzw. der akzessorischen Speicheldrüsen.
Durch die Ohrspeicheldrüse verläuft der mimische Gesichtsnerv (Nervus facialis), der bei gutartigen Tumoren immer und bei Krebs wenn immer möglich erhalten wird. Ein Ast dieses Nervs (derjenige zum Mundwinkel) zieht auch über die Unterkieferspeicheldrüse. Aus diesem Grund erfolgen die Operationen mit einem intraoperativen Neuromonitoring zur Überwachung des Nervus facialis. Muss bei fortgeschrittenen bösartigen Tumoren der Gesichtsnerv geopfert werden, stehen hierfür statische und dynamische Reanimationsmassnahmen zur Verfügung.
Nachsorge
Im Anschluss an die Behandlung von bösartigen Speicheldrüsentumoren erfolgt eine engmaschige Nachsorge, in aller Regel bestehend aus Untersuchung und Ultraschall, die häufig von zusätzlichen Schichtbildgebungen (z.B. MR oder PET/CT) begleitet wird.
