

Haut von Hals und Gesicht
Sowohl weisser (spinozelluläres Karzinom/kutanes Plattenepithelkarzinom, früher Spinaliom; Basalzellkarzinom, früher Basaliom) als auch schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) sind in der Schweiz im internationalen Vergleich sehr häufig. Nicht selten treten diese Hauttumoren an Gesicht-, Hals- und Kopfhaut auf. Bei frühzeitiger Diagnose im Anfangsstadium und korrekter Behandlung können heutzutage viele Hautkrebserkrankungen geheilt werden. Die chirurgische Behandlung von Hautkrebs der Hals- und Gesichtsregion ist einer unserer Schwerpunkte in der HalsGesichtsChirurgie Zürich, wobei wir uns sowohl um die Anfangsstadien als auch die fortgeschrittenen Tumoren kümmern. Dies beinhaltet nicht nur die Entfernung des Tumors plus allenfalls von Lymphknoten, sondern auch die Wiederherstellung von Form und Funktion der betroffenen Region (Rekonstruktion).
Diagnostik
Bei Hautkrebs liegt die Diagnostik in erster Linie in den Händen der Hautärztinnen und Hautärzte (Dermatologinnen und Dermatologen). Diese führen eine Ganzkörperhautuntersuchung durch und entnehmen Gewebeproben (Biopsien) von verdächtigen Hautläsionen. Je nach Ergebnis erfolgt anschliessend eine Zuweisung an uns. Selbstverständlich ist es bei Bedarf auch möglich, dass eine Biopsie in unserer Praxis entnommen werden kann.
Nebst einer gründlichen Untersuchung werden wir abklären, ob Zusatzuntersuchungen wie ein Halsultraschall oder weitere bildgebende Verfahren notwendig sind. Besteht der Verdacht auf Ableger in den Lymphknoten am Hals oder in der Ohrspeicheldrüse, ist anlässlich der Erstkonsultation bei uns in der Praxis eine ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktion möglich.
Im Anschluss daran werden wir den individuell auf Sie zugeschnittenen Behandlungsplan mit Ihnen besprechen und die Therapie planen.
Behandlung
Die operative Therapie von Hautkrebs kann – je nach Lokalisation und Grösse – sowohl in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) als auch in Vollnarkose durchgeführt werden und beinhaltet sowohl eine Tumorentfernung im Gesunden als auch eine Wiederherstellung (Rekonstruktion) von Form und Funktion des entstandenen Defekts. Glücklicherweise lassen sich sehr viele Defekte und Narben nach Hauttumorentfernung im Gesicht sehr gut rekonstruieren. Als spezialisierte Praxis bieten wir in der HalsGesichtsChirurgie Zürich auch das Verfahren der Sentinel- («Wächter»)-Lymphknotenbiopsie an, ebenfalls die chirurgische Behandlung von Ablegern (Metastasen) in den Lymphknoten durch eine (Teil-)Entfernung der Ohrspeicheldrüse (Parotidektomie) oder eine Ausräumung der Halslymphknoten (Neck dissection).
Sollten wir zum Schluss kommen, dass bei Ihnen zusätzlich oder alternativ zur Operation eine Behandlung wie eine Strahlentherapie oder eine medikamentöse Tumortherapie indiziert wäre, besteht über das sogenannte Tumorboard (eine wöchentlich stattfindende interdisziplinäre Fallbesprechung) eine enge Vernetzung mit den anderen beteiligten Fachdisziplinen (wie Dermatologie, Onkologie, Pathologie, Radiologie/Nuklearmedizin, Strahlentherapie).
Nachsorge
Die Nachsorge nach Behandlung von Hautkrebserkrankungen erfolgt typischerweise bei den Dermatologinnen und Dermatologen, welche regelmässige Ganzkörperhautuntersuchungen durchführen, um weitere suspekte Hautveränderungen früh erkennen zu können. Bei gewissen Hautkrebsarten besteht eine Indikation zur regelmässigen Untersuchung der Halslymphknoten mittels Ultraschall oder mit weiteren bildgebenden Verfahren, die bei uns durchgeführt respektive durch uns koordiniert werden können.
